FAM-ily  

Financial and Actuarial Mathematics  
at Vienna University of Technology, Austria  

 
Ausgezeichnet: Für sein Mathe-
Projekt bekam Walter Schacher-
mayer das "goldene Wienerhirn"
des WWTF (Foto: WWTF)
2006-05-03  Heute
Wien Heute, Seite 12

1 x 1 für die Wissenschaft: Wien wird "Mathe-Stadt"

500.000 Euro für Formeln & Gleichungen

Sie können im Kopf mit gigantischen Zahlen jonglieren, achtstellige Summen dividieren und daraus noch die Quadratwurzel ziehen! Im 2. Teil unserer Serie "Forschung Heute": Wiens Mathe-Genies.

Was uns in der Schule die Köpfe rauchen lässt, ist für sie die größte Leidenschaft: Mathematik. In Wien tüfteln Dutzende Forscher Tag für Tag an Zahlen, Formeln und Gleichungen - im Dienste der Wissenschaft! Unterstützt werden sie vom "Wiener Wissenschafts-, Forschungs- & Technologiefonds" (WWTF), der pro Jahr sieben Millionen Euro ("Heute" berichtete) für außergewöhnliche Projekte zur Verfügung stellt. "Wir fördern exzellente Forschung, die auf mittlere Sicht einen relevanten Beitrag zur Verbesserung des Wissensstandorts Wien leisten kann", erklärt WWTF-Geschäftsführer Dr. Michael Stampfer (41).

Eines "seiner" Genies ist Walter Schachermayer. Der Professor der TU Wien zählt zu den Gewinnern des WWTF-Projectcalls 2004 "Mathematik und...". Gemeinsam mit drei weiteren Wissenschaftern arbeitet er seit 2005 am Projekt "Mathematik und Kreditrisiken". Ziel: Modelle und Methoden der Finanzmathematik mit praktischen Anwendungen aus dem Gebiet des Kreditrisikos und Bankenmanagement zusammenzuführen. Fördersumme: 500.000 Euro.

Und wie findet der Vorsitzende der internationalen WWTF-Jury, der angesehene deutsche Mathematiker Helmut Neunzert, die "Forschungsstadt Wien"? "Die hohe Intelligenzdichte durch die vielen Unis und guten Leute hier ist beeindruckend. Wenn man diese noch stärker strukturieren kann, dann wird Wien sicher eine echte Mathematik-Kapitale werden."

Den 3. Teil unserer Serie gibt’s nächsten Mittwoch, Infos: http://www.wwtf.at/, http://www.tuwien.ac.at/.